Ich habe gerade darüber nachgedacht, dass … mein Ernährungsberater einen kleinen Hinweis zu meinem individuellen Ernährungsplan hinzugefügt hat: Wenn du Hunger hast, iss einen Apfel! Als ich mich darauf vorbereitete, hinein zu beißen, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: Warum kommen in der Geschichte so viele Äpfel vor?
Eine runde, saftige Frucht, die von Adam bis Newton, von Merlin bis Steve Jobs den doppelten Ruf des Guten und des Bösen, des Gehorsams und des Ungehorsams, der Liebe und des Hasses erlangt hat.
Eva veränderte den Lauf der Menschheitsgeschichte, indem sie Adam den Apfel reichte und uns alle aus dem Paradies auf die Erde stürzen ließ. Eine Geste, die sie teuer zu stehen kam und ihr einen für eine Frau wenig schmeichelhaften „Spitznamen“ einbrachte! Paris wiederum reichte Venus den Apfel – den Apfel des Zwistes – und sorgte damit dafür, dass die beiden anderen, übergangenen Göttinnen den Trojanischen Krieg entfesselten. Frauen sind bekanntlich ehrgeizig, und wenn sie wütend sind, können sie Unheil anrichten – ganz zu schweigen von zwei Göttinnen!
Merlin sprach unter einem Apfelbaum, denn in der keltischen Tradition ist der Apfelbaum ein magischer Baum. Der Apfel von Schneewittchen ist vergiftet, der von Apple ist angebissen, und in der Hand gehalten ist er ein Symbol mittelalterlicher Kaiser. Doch diese rundliche Frucht trägt das edelste ihrer Symbole in sich: das Wissen. Um zu erkennen, muss man hineinbeißen, testen, ausprobieren.
Und wenn ihr hineinbeißt, denkt auch daran, wie gut es euch tut. Es ist ein Superfood, das dank seiner hervorragenden Nährstoffe sehr wohltuend ist. Lasst es also auf eurem Herbsttisch nicht fehlen, denn es ist wirklich etwas Besonderes, und habt Spaß daran, die vielen Sorten zu probieren, die der Markt zu bieten hat. Seine Vitamine stärken den Körper, indem sie die Immunabwehr stärken, und das Pektin, an dem es reich ist, wirkt cholesterinsenkend. Und da es nur wenig Zucker enthält, ist es auch für diejenigen geeignet, die ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle halten müssen…
Dann stimmt es also wirklich: Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern!
Die unverbesserlichen Romantiker können schließlich den „süßesten“ Apfel der neuesten Ernte kaufen, der sowohl außen als auch innen rot ist: den Kissabel. Er ist viel mehr als nur ein süßer Name, denn jeder Bissen ist wie ein Kuss – ein angenehmes Erlebnis mit dem Geschmack der Neuheit!
Titelbild: Ausschnitt aus dem Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, „Adam und Eva“, 1528, Uffizien